Nordstrand

Nordstrand hat eine Fläche von 48,6 km² und liegt in der Husumer Bucht. Seit 1935 ist Nordstrand über einen befahrbaren Damm mit dem Festland verbunden. Mit der Eindeichung des Beltringharder Kooges im Jahr 1987 wurde Nordstrand faktisch zu einer Halbinsel. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind Landwirtschaft und Tourismus.

Nordstrand bietet abseits vom Massentourismus Erholung und Ruhe pur, mitten im Naturpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, das zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Für einen reinen Badeurlaub ist Nordstrand aufgrund des „Grünen Deichs“ und der Gezeiten nicht geeignet, aber dafür bietet es die Möglichkeit zu vielen anderen Aktivitäten wie Radfahren, Inlineskaten oder Wattwandern. Vom Hafen Strucklahnungshörn unternehmen Sie tolle Ausflüge ins Wattenmeer, zu den Inseln und Halligen. Eine Radtour zum  Beltringharder Koog ist besonders für Natur- und Vogelliebhaber zu empfehlen. Auch die Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer e.V. unterhält eine kleine Station auf Nordstrand.

Über die Verbindung zum Festland erkunden Sie mit dem Auto problemlos die nähere und weitere Umgebung von Nordstrand wie z.B. Husum (ca. 20 min), das Holländerstädtchen Friedrichstadt (ca. 40 min), das Multimar Wattforum in Tönning (ca. 40 min), den schier endlosen Sandstrand von St. Peter-Ording (ca. 1 Std.) oder das Wikinger Museum Haitabu bei Schleswig ( ca. 1 Std.).

Badestellen

Nordstrand verfügt über zwei Badestellen mit kleinem Sandstrand.

Badestelle Fuhlehörn: Die Badestelle Fuhlehörn liegt etwa 3 km vom Ferienhaus Oland entfernt. Hier gibt es einen Sandstrand zum Buddeln, einen Spielplatz sowie einige Strandkörbe. Des Weiteren finden hier Familien mit Hund einen extra abgeteilten Hundestrand, auch dort gibt es Strandkörbe. Neben dem Parkplatz befindet sich ein kleiner Kiosk. Hier starten auch die beliebten Kutschfahrten zur Hallig Südfall.

Badestelle Holmer Siel: Eine weitere Badestelle mit kleinen Sandstrand finden Sie am Holmer Siel, etwa 5 km von Ihrem Ferienhaus entfernt. Mit dem Fahrrad führt der Weg dorthin Sie immer am Deich entlang mit Blick auf die Hallig Nordstrandischmoor. Unmittelbar hinter dem Deich befindet sich ein Kiosk und ein kleines Bistro.

Geschichte

Karte_Halligen_1650

Das Gebiet um Nordstrand um 1650 auf einer Karte von Johannes Mejer

1200 gehörte das heutige Nordstrand zu einer großen eingedeichten Halbinsel, deren Hauptort das legendäre Rungholt war. Sie lag nördlich der drei nunmehr zur Halbinsel Eiderstedt vereinigten Inseln Utholm, Everschop und Eiderstedt und füllte den größten Teil der heutigen Husumer Bucht aus. Während der „Ersten Mandränke“ am 15./16. Januar 1362 wurde ein Großteil überflutet und die Stadt Rungholt zerstört. Die Sturmflut führten zur Gestaltung der hufeisenförmigen Insel Strand, deren Abstand zum Festland durch die Vertiefung des Heverstroms immer größer wurde. Die beiden Enden des Hufeisens bildeten die jetzigen Inseln Nordstrand und Pellworm, während das heutige Nordstrandischmoor als wüstes, unbewohntes Hochmoor in deren Mitte lag.

In der Nacht vom 11. Oktober 1634 verursachte die „Zweite Mandränke“ genannte Sturmflut erhebliche Zerstörungen. Von der einen großen Insel blieben die heutigen, kleineren Inseln Nordstrand und Pellworm übrig sowie die Halligen Nordstrandischmoor, Hamburger Hallig und Südfall. In denkbar kürzester Zeit wurden 19 Kirchen, 1.332 Häusern und 30 Windmühlen vernichtet, mehr als 6.400 Menschen fanden den Tod in den Wellen, nur 2.633 Menschen überlebten die Schreckensnacht.

Noch heute findet man im Watt an den Stellen, wo früher einmal Rungholt und Hersbüll lagen, Scherben und Überreste der alten Siedlungen. In unserem Urlaub habe unsere Kinder bei einer Wattwanderung nach Hersbüll selbst eine Scherbe und einen großen Rinderknochen aus dem 17. Jahrhundert finden können.